PRESSEMITTEILUNG


1. Mai – Tag der unsichtbaren Arbeit

Köln, 29. April 2015. Am 1. Mai wird deutschlandweit der Tag der Arbeit begangen – doch die unbezahlte und informelle Arbeit, die vielerorts geleistet wird, bleibt meist unsichtbar. Darauf macht die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände in NRW (LAGF NRW) zum Tag der Arbeit am 1. Mai aufmerksam.


„Unbezahlte Arbeit wird vorrangig in der Familie geleistet“, so die Vorsitzende der LAGF, Elisabeth Löckener. „Die Erziehungsarbeit von Müttern und Vätern oder auch die private Pflege von Angehörigen werden von Gesellschaft und Politik als selbstverständlich angesehen. Honoriert werden diese verantwortungsvollen und arbeitsintensiven Fürsorgeaufgaben, die häufig mit Einkommensverlusten und geringeren Rentenansprüchen vor allem für Frauen verbunden sind, nur selten – und das, obwohl unsere Gesellschaft auf sie angewiesen ist.“ Familienpolitische Leistungen wie das Elterngeld oder das Pflegezeitgesetz sind Schritte in die richtige Richtung, diese reichen aber bei weitem nicht aus, um Familien bei diesen Fürsorgetätigkeiten angemessen zu würdigen.
„Wir brauchen eine Politik, die Fürsorge als gesamtgesellschaftliche Aufgabe in den Blick nimmt und würdigt. Menschen, die Fürsorge leisten, brauchen mehr finanzielle Entlastung und eine Infrastruktur, die sie wirklich unterstützt“, fordert Löckener. Dann bleibt die Fürsorge-Arbeit auch nicht unsichtbar, ist sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände sicher.

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